Stell dir vor, die Worte sind keine Befehle mehr, sondern unsichtbare Fäden, die sich langsam um etwas legen, das ohnehin schon zittert.
Was geschieht in dir, wenn du liest, dass die Stille kein Zufall ist –
sondern ein Raum, den jemand absichtlich leer gelassen hat,
genau so groß, dass deine eigene Sehnsucht sich darin ausbreiten kann wie Nebel in einem Keller?
Warum fühlt sich ein unausgesprochener Satz manchmal schwerer an
als jedes „auf die Knie“?
Stell dir vor, das Schweigen wäre ein dunkler Samtvorhang.
Wer zieht ihn wirklich zur Seite –
derjenige, der schweigt,
oder derjenige, der nicht mehr aufhören kann, ihn anzustarren?
Welches Bild entsteht in deinem Kopf,
wenn du merkst, dass die Fäden schon längst da waren,
bevor das erste Wort überhaupt fiel –
und dass sie jetzt nur noch fester gezogen werden,
während niemand etwas sagt?
Was flüstert die Leere selbst dir gerade zu?
Es gibt noch einiges zu entdecken


