Teil 2 zum Holzkunstweg
Seit 2020 entstehen aus rund 100 Fichtenstümpfen Holzskulpturen am Wegesrand. Das übliche Verfahren von Kunst im Freien ist, dass die Werke im Atelier entstehen und dann im Freien ausgestellt werden. Diese jedoch entstehen im Freien und bleiben dort auch. Sie können überwuchert, von Spechten zerhackt und Käfern bewohnt werden, sie sind wortwörtlich dem Verfall preisgegeben. Ich möchte euch einige der Skulpturen hier vorstellen. Ich schaue dort ab und an vorbei, um der Entwicklung zuzusehen. Weil der 28.12.25 so ein schöner Sonntag war, habe ich wieder einen Schlenker dorthin gemacht und einige Werke festgehalten, einige zum wiederholten andere zum ersten Mal. Ich möchte auch nicht viel interpretieren, möchte jedoch auf etwas hinweisen. Bei den Skulpturen, die Frauen und Männer zeigen, fehlt den Frauen immer die Vulva und den Männern das Glied. Ich vermute, das ist darin begründet, dass die Werke öffentlich auch Kindern zugänglich sind. Dennoch haben sich einige Künstlerinnen und Künstler Wege erlaubt, zu zeigen, was nicht gezeigt werden darf.